Über Veranstaltungen für Mitglieder und Projekte mit anderen Vereinen/Institutionen in Münster fokussiert sich WIN auf die Themen:

 

Nachhaltigkeit:

Energiewandel, Ethik, Tradition, Umwelt, demografischer Wandel und wachsende Stadt
(„Mit Münster gesund wachsen“)

 

Professionalität:

Bearbeitung beeinflussender Standortfaktoren, Mentorship-Programme

 

Miteinander:

Foren, Öffnung zu anderen Wirtschaftsinstitutionen im Münsterland,
Wirtschaftsball, Webseite WIN

Veranstaltungen

Viel Interesse an kreativen Verkehrslösungen

----------------------------(Günter Benning, WN)

08.03.2017

Etwa 80 interessierte Zuhörer und Gäste fanden den Weg zum H7 im Hafen, um bei der Veranstaltung „Frisches Denken: Mobilität“ neue Impulse zu bekommen. Die Vorschläge des sehr jungen Verkehrsplaners Frieder Wanderer zur Umgestaltung der Hammer Straße sowie der europaweite Überblick seines erfahrenen Planerkollegen und Difu-Experten Jörg Thiemann-Linden über funktionierende, freundliche und ungewöhnliche Lösungen für den fließenden Verkehr öffneten den Geist.

Beeindruckend in der anschließenden Podiumsdiskussion war, was münstersche Unternehmer bereits leisten, um ihre eigenen Herausforderungen in der Logistik und gegen den Stau zu bewältigen: Der SuperBioMarkt plant, in Zukunft seine Großhändler als Logistik-Stützpunkte zu nutzen und hat jüngst einen Vertrag mit Car-Sharing geschlossen, um die eigene Flotte zu verkleinern. Brief & mehr beliefert seine radelnden Boten „on the fly“ und optimiert die Routen mit intelligenter Software – ähnlich wie das Unternehmen Flaschenpost mit seinem disruptiven 90-Minuten-Liefermodell. Die LVM-Versicherung ist längst etabliert mit Radler-Duschen und –Garagen. Und selbst ein Handwerksunternehmen wie ExKern von WIN-Vorstandsmitglied Thorsten Kubitza verlässt sich nicht auf die gewohnten Lieferfahrzeuge und experimentiert mit Lastenrädern und steueroptimierten Job Bikes.

Die Berichterstattung in den lokalen Medien finden Sie hier...

http://m.wn.de/Muenster/2733248-WIN-diskutiert-ueber-den-Verkehr-Kreativer-Umgang-mit-dem-Chaos

(Artikel von Günter Benning in der WN am 09.03.2017)

 

http://www.yumpu.com/kiosk/hallo/hallo-muenster-12-03-2017/57539779

(Artikel in der HALLO Münster am 12.03.2017)

 

 

 

Klostergespräche fragen nach Bedürfnissen junger Menschen

(v.l.n.r.:) Andreas Schulte-Werning, WIN Vorstand, Prof. Dr. Olaf Arlinghaus, Pater Harald Weber OFMCap und Markus Warode, IUNCTUS

Welchen Beitrag können Unternehmer leisten, um junge Menschen in ihrer Entwicklung zu unterstützen?

Die vierte Auflage der Klostergespräche, einer Kooperation zwischen der WIN und IUNCTUS, dem Kompetenzzentrum für Christliche Spiritualität der PTH Münster hatte diesmal zum Thema - „Geld oder Liebe? – Was Nachwuchs sucht und bindet“.

WIN Vorstand Andreas Schulte-Werning begrüßte dazu den Kapuzinerpater und Priesterausbilder Harald Weber, und Prof. Dr. Olaf Arlinghaus von der FH Münster als Referenten sowie ca. 50 Unternehmer und Studierende aus dem Raum Münster. „Den eigenen Weg muss man suchen“, lautete die Aufforderung und gleichzeitige Herausforderung von Pater Harald, der dabei persönliche und Erfahrungen als Ausbilder und geistlicher Begleiter vorstellte. „Dazu ist es wichtig, seine eigene Identität kennenzulernen und diese zu internalisieren. Als Mensch muss ich innerlich überzeugt sein und darf mich nicht nur an äußeren Dingen festmachen. Erst mit meinem reflektierten Fundament kann ich herausfinden, ob eine Gemeinschaft oder ein Unternehmen zu mir passt“, stellte der Kapuziner den Zusammenhang zwischen persönlicher Suche und gemeinschaftlicher Bindung dar.

Zu dieser persönlichen Suche gehörten Veränderungen, nahm Prof. Arlinghaus den Ball auf und berichtete über seine Erfahrungen als Professor für Allg. BWL. Arlinghaus nahm sich und die Unternehmer selbst in die Pflicht. „Welchen Beitrag können wir als Unternehmer leisten, junge Menschen in ihrer Entwicklung zu unterstützen?“ Zentral seien unter anderem eine erhöhte Aufmerksamkeit und Wertschätzung gegenüber dem Nachwuchs. Als Ausbilder müsse man authentisch sein und Verantwortung übernehmen. „Ethik und Moral tauchen in der Regel in den BWL-Studiengängen nicht auf. Doch schon im Studium müssen Fragen wie – Wo liegt meine persönliche Grenze für Korruption?- thematisiert werden“ stellt Arlinghaus fest. „Erst so können wir eine Balance schaffen, in der es nicht um Geld oder Liebe, sondern um Geld und Liebe geht“, fokussierte der Professor der FH Münster.

Im Anschluss an die Vorträge hatten die Teilnehmer in Diskussionen in Kleingruppen Gelegenheit über das gehörte zu reflektieren und den Experten Fragen zu stellen. Abschließend wurden die Klostergespräche mit einem gemeinsamen Ausklang bei Getränken und Currywurst im Kapuzinersaal des Klosters beendet.

Katharina Neuroth ist neue Vorsitzende der WIN

Der neue Vorstand (v.l.): Andreas Schulte-Werning, Christoph Höynck, Thorsten Kubitza, Katharina Neuroth, Wieland Pieper und Franz Gemmeke (Foto: Oliver Werner)

Die Wirtschaftsinitiative Münster (WIN) hat anlässlich ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung turnusgemäß einen neuen Vorstand gewählt. Michael von Bartenwerffer, langjähriger Vorsitzender, trat nicht für eine weitere Wahlperiode an. Zu seiner Nachfolgerin wurde Rechtsanwältin Katharina Neuroth gewählt – damit tritt erstmals seit Bestehen der Initiative eine Frau an die Spitze. Wiedergewählt wurden als stell-vertretender Vorsitzender Christoph Höynck sowie Franz Gemmeke, Geschäftsführer als Schriftführer. Als Nachfolger des ebenfalls nicht erneut kandidierenden Schatzmeisters Reinhard Schlottbom wurde Wieland Pieper, ehemaliger Geschäftsführer der IHK, bestimmt. Zudem bestätigte die Versammlung den langjährigen Beisitzer Andreas Schulte-Werning und wählte als weiteren Beisitzer Thorsten Kubitza, geschäftsführender Gesellschafter der Firma ExKern.

Mit diesem neuen Vorstandsteam sieht sich WIN auch künftig gut gewappnet, um mit vielfältigen Aktivitäten für bestmögliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen in Münster einzutreten – und dabei gelegentlich auch unbequeme Botschaften zu verkünden. Eine starke Wirtschaft und erfolgreich arbeitende Unternehmen sind Voraussetzung für eine weitere gedeihliche Stadtentwicklung – zumal Münster vergleichsweise überdurchschnittlich abhängig ist vom Aufkommen der Unternehmenssteuern. Die wachsende Stadt und damit die Frage nach ihrer Gestaltung und Struktur sowie ihrer Finanzierung wird daher weiterhin ein Schwerpunktthema der Arbeit von WIN sein.

WIN-Forum: Hidden Champions – Die MINT-Berufe als Zukunftschance

v.l.n.r.: Frank Tischner, Michael von Bartenwerffer (WIN), Lars Baumgürtel, Patricia Ossenkamp, Armin Skladny, Oberbürgermeister Markus Lewe, Bernd Kemper (VMM).
Info-Truck der Metall- und Elektroindustrie

Die Zukunftschancen in technischen Berufen standen beim diesjährigen WIN-Forum im Mittelpunkt. gemeinsam mit dem Verband Münsterländischer Metallindustrieller (VMM) hatte WIN referenten geladen, die das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten:
Armin Skladny vom Institut der Deutschen Wirtschaft (DIW), Köln
Lars Baumgürtel, Geschäftsführender Gesellschafter, Voigt & Schweitzer, Gelsenkirchen
Dorothee Feller, Regierungsvizepräsidentin, Bezirksregierung Münster
Frank Tischner, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf

Frank Tischner brachte es auf den Punkt: "Wenn der Sohn eines HNO-Arztes den Beruf des Hörgeräteakustikers erlernt und später einen eigenen Betrieb mit zehn Mitarbeitern leitet, dann ist dies laut einer OECD-Studie ein gesellschaftlicher Abstieg", machte er deutlich, welches Etikett einer beruflichen Ausbildung heute immernnoch angeheftet wird. Dass sich jenseits einer akademischen Laufbahn viele Karrierechancen böten, werde völlig ignoriert.
60 Prozent der Schulabgänger streben heute auf die Hochschulen. 30 Prozent der Bachelor-Studenten brechen das Studium ab. Das DIW in Köln trommelt schon seit Jahren lauf für die MINT-Berufe, unter anderem mit High-Tech-Trucks, von denen einer bei der Veranstaltung zu sehen war. Laut DIW hat sich zumindest im Münsterland die Zahl der MINT-Beschäftigten in den vergangenen Jahren signifikant erhöht. Bundesweit üben 6,6 Millionen Beschäftigte einen Beruf aus, der mit Mathematik, Informatik, Technik oder Naturwissenschaft zu tun hat.
Dass man mit Ideenreichtum dem Trend zur Hochschule wirkungsvoll gebegnen kann, zeigte Lars Baumgürtel. Das Unternehmen (2.000 Mitarbeiter) hat ein Ausbildungsmodell mit pfiffiger Recuiting-Kampagne entwickelt. Mit "Mach Dein Zinq!" schafft es der Spezialbeschichter, dass sich jedes Jahr mehrere Hundert Jugendliche bewerben.
Regierungsviezepräsidentin Dorothee Feller verwies auf Anstrengungen und Initiativen, um Kinder und Jugendliche an die MINT-Themen heranzuführern. Patricia Ossenbrink, Auszubildende beim Maschinenbauer und Drahtweber Haver & Boecker in Oelde, beschrieb ihren eigenen Weg. Der führte nach Abitur und einem Abbruch eines Studiums in die berufliche Ausbildung. Von Abstieg keine Spur. "Ich bin jetzt genau dort, wo ich immer hin wollte. Mir gefällt es sehr gut."

Impressionen

Podium v.l.n.r.: Lars Baumgürtel, Dorothee Feller, Patricia Ossenkamp, Frank Tischner, Armin Skladny

Kabinettgespräch mit Polizeipräsident Hans-Joachim Kuhlisch

(v.l.n.r.) Michael von Bartenwerffer, Polizeipräsident der Stadt Münster, Hans-Joachim Kuhlisch und Franz Gemmeke.

Gut acht Monate nach seinem Amtsantritt war Polizeipräsident Hans-Joachim Kuhlisch zu Gast bei der Wirtschaftsinitiative Münster (WIN). Viele Mitglieder nutzten die Gelegenheit, direkt ihre Fragen zu stellen und Probleme anzusprechen. Die Veranstaltung wurde vom Vorsitzenden Michael von Bartenwerffer mit der Feststellung eingeleitet, dass die Statistiken zur Kriminalität in unserer Stadt durchaus bekannt seien, die gefühlte Sicherheit jedoch abweichend wahrgenommen werde.

Schwerpunkte der Diskussion an diesem Abend waren demnach die Sicherheitslage in der Stadt sowie die Verkehrssituation. In puncto Sicherheit räumte Kuhlisch ein: „Wir sind nicht perfekt, aber wir arbeiten daran, unsere Fehler abzustellen“. Hier sei man besonders auf die Hilfe einer Bevölkerung angewiesen, die auf Schwachstellen aufmerksam macht. „Wir können nur dann feststellen, warum ein Fehler aufgetreten ist, wenn wir zeitnah davon erfahren“, ermunterte der oberste Polizist zur aufmerksamen Mitarbeit. Denn die Polizei sei eine lernende Organisation. Kuhlisch warb dafür, weitere Anstrengungen zu unternehmen, die lokale Polizei personell und materiell besser auszustatten. Gerade weil die Situation in der wachsenden Stadt Münster, verglichen mit anderen Städten in NRW, noch überschaubar und verhältnismäßig ruhig sei.

Beim Thema Verkehr machte der Polizeipräsident deutlich, dass er nach wie vor für eine Testphase mit Tempo 30 in einem engen Kernbereich in der Innenstadt ist. „Ich bin der erste, der ein solches Projekt aufgibt, wenn es sich in der Praxis nicht bewährt“, räumte der Wahlmünsteraner ein.

Rückblick zum Jahresausklang

Prof. Dr. Detlef Pollack, Dr. Marianne Ravenstein, Prof. Dr. Thomas Bauer und Dr. Iris Fleßenkämper vom Exzellenzcluster Religion und Politik mit Michael von Bartenwerffer (2.v.l.).

WIN vor Ort bei der Wissenschaft am 11. November 2015:
Der Einladung in das Exzellenzcluster „Religion und Politik“ an der WWU folgten ca. 25 Mitglieder und ließen sich die hochaktuellen Arbeitsschwerpunkte dieses weit über Münster hinaus anerkannten Forschungsverbundes von über 200 Wissenschaftlern vorstellen. Es war dies bereits unser vierter Besuch von Wirtschaft bei der Wissenschaft.

 

Auch auf das Klostergespräch am 28. Oktober 2015 erhielten wir überaus positive Resonanz:
An diesem Abend wurde unternehmerisches Handeln auf den Prüfstand zu gestellt. Mit dem bekannten Kapuzinerpater Dr. Ludger Schulte diskutierten unsere Mitglieder und Gäste, wie Leidenschaft den Berufsalltag und den Beruf selbst prägt oder prägen sollte.

 

 

Projekte

Neu: Mentorship für StartUp Unternehmer

Zusammen mit der Technologieförderung Münster hat die WIN ein Mentorship- Programm für Unternehmensgründer aus verschiedenen Branchen mit verschiedenen Unternehmerpersönlichkeiten der Stadt ins Leben gerufen.

Der Start des Programms begann mit einem ersten Treffen am 18. Juni mit hoch motivierten Mentoren und die Erarbeitung des Fahrplans sowie der Bewerbungskriterien für die Ausschreibung. Diese werden nun aufbereitet und final abgestimmt bevor Jungunternehmer in Münster (im Münsterland) dann angesprochen werden. Nach den Sommerferien geht es in die Sichtung der Bewebungen und die Einladung der ausgewählten Jungunternehmer zu ihren Untenehmens-Präsentationen.

WIN wird jeweils aktuell über den weiteren Verlauf des Programms berichten.

 

 

Ausblick

Termine:

12. September 2016: WIN vor Ort bei der Wissenschaft – Wir werden zu Gast sein beim Science Day des UKM im LWL-Museum. Weitere Informationen erhalten Sie hier