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Wer steuert wen?

Wirtschaftsinitiative Münster diskutiert über Digitalisierung im Straßenverkehr/ E-Mobilität und Sharing-Konzepte, vernetzt und autonom sind die Trends

 

(SMS) „Was hilft es, wenn wir alle in unseren autonom fahrenden E-Autos im Stau stehen?“ Beresa-Geschäftsführer Marcus Herkenhoff setzte sich bei der Diskussion der Wirtschaftsinitiative Münster (WIN) für unideologisches Denken und die so genannte multimodale Vernetzung, den Wechsel zwischen Auto, Fahrrad und öffentlichem Nahverkehr ein. Wer steuert und lenkt? Wie verändert die Digitalisierung den Verkehr? Mit diesen Fragen hatte die WIN Gäste und Mitglieder in die Räume von Beresa am Albersloher Weg am 19.09.2017 eingeladen.

 

Experte Prof. Wolfermann von der Hochschule Darmstadt verwies mit dem Blick auf den Albersloher Weg auf die Anfänge der lernenden Ampelsteuerung in Münster vor zehn Jahren. Digitalisierung kann Vieles erleichtern, muss aber von den Menschen auch verstanden werden, so sein Fazit. Die Abfrage beim Publikum bestätigte: Die anwesenden etwa 50 Unternehmer waren in der Mehrheit bereit, die kürzere Fahrzeit zugunsten von nachvollziehbaren Ampelschaltungen preiszugeben.

 

Groß war das Interesse an den neuen Telematik-Tarifen: Die Autoversicherungen setzen bei der Bewertung der Risiken zunehmend auf Daten, die die Autos selbst liefern – 25 Gigabyte pro Stunde Fahrzeit, so viel wie eine Bücherwand in der Bibliothek. Möglich würde damit, dass Autofahrer von ihrer Kfz-Versicherung je nach Beschleunigungsverhalten oder Einparkvermögen eingestuft werden. Beim Versuch, mithilfe der elektronischen Kontrolle Einfluss auf das Fahrverhalten zu nehmen, steckt der Teufel noch im Detail, berichtete Referent Philipp Koch, Rechtsanwalt vom Institut für Versicherungswesen. Ein Forschungsprojekt an der Uni Münster befasst sich mit ethischen und versicherungsmathematischen Fragen dazu.

 

Die WIN hatte bereits im März zum Thema Mobilität eingeladen. „Wir wollen neue Impulse setzen, die das Denken in Münster in Schwung bringen“, unterstreicht WIN-Vorsitzende Katharina Neuroth und lacht: „Ich glaube, das ist mit diesem Abend wieder gelungen.“

 

v.l.n.r.: Rechtsanwalt Philipp Koch, Prof. Dr.-Ing. Axel Wolfermann, Katharina Neuroth, Marcus Herkenhoff und Dr. Wiebke Boergers

WIN im Dialog mit der Politik

Beim „chill & grill“, mit frischem Seeblick und in lockerer Atmosphäre hatte die Wirtschaftsinitiative Münster (WIN) ins Bistro des A2 am Aasee zum unkomplizierten Austausch mit der Politik eingeladen. Die Ratspolitiker Walter von Goewels (CDU), Jürgen Reuter (FDP) und Mathias Kersting (SPD) sowie der stellvertretende Bürgermeister Gerhard Joksch (Grüne) stellten sich Ideen, Vorschlägen und Meinungen der münsterschen Unternehmer. In verschiedensten Runden diskutierten die Gäste angeregt.


   

Viel Interesse an kreativen Verkehrslösungen

----------------------------(Günter Benning, WN)

08.03.2017

Etwa 80 interessierte Zuhörer und Gäste fanden den Weg zum H7 im Hafen, um bei der Veranstaltung „Frisches Denken: Mobilität“ neue Impulse zu bekommen. Die Vorschläge des sehr jungen Verkehrsplaners Frieder Wanderer zur Umgestaltung der Hammer Straße sowie der europaweite Überblick seines erfahrenen Planerkollegen und Difu-Experten Jörg Thiemann-Linden über funktionierende, freundliche und ungewöhnliche Lösungen für den fließenden Verkehr öffneten den Geist.

Beeindruckend in der anschließenden Podiumsdiskussion war, was münstersche Unternehmer bereits leisten, um ihre eigenen Herausforderungen in der Logistik und gegen den Stau zu bewältigen: Der SuperBioMarkt plant, in Zukunft seine Großhändler als Logistik-Stützpunkte zu nutzen und hat jüngst einen Vertrag mit Car-Sharing geschlossen, um die eigene Flotte zu verkleinern. Brief & mehr beliefert seine radelnden Boten „on the fly“ und optimiert die Routen mit intelligenter Software – ähnlich wie das Unternehmen Flaschenpost mit seinem disruptiven 90-Minuten-Liefermodell. Die LVM-Versicherung ist längst etabliert mit Radler-Duschen und –Garagen. Und selbst ein Handwerksunternehmen wie ExKern von WIN-Vorstandsmitglied Thorsten Kubitza verlässt sich nicht auf die gewohnten Lieferfahrzeuge und experimentiert mit Lastenrädern und steueroptimierten Job Bikes.

Die Berichterstattung in den lokalen Medien finden Sie hier...

http://m.wn.de/Muenster/2733248-WIN-diskutiert-ueber-den-Verkehr-Kreativer-Umgang-mit-dem-Chaos

(Artikel von Günter Benning in der WN am 09.03.2017)

 

http://www.yumpu.com/kiosk/hallo/hallo-muenster-12-03-2017/57539779

(Artikel in der HALLO Münster am 12.03.2017)

 

 

 

Klostergespräche fragen nach Bedürfnissen junger Menschen

(v.l.n.r.:) Andreas Schulte-Werning, WIN Vorstand, Prof. Dr. Olaf Arlinghaus, Pater Harald Weber OFMCap und Markus Warode, IUNCTUS

Welchen Beitrag können Unternehmer leisten, um junge Menschen in ihrer Entwicklung zu unterstützen?

Die vierte Auflage der Klostergespräche, einer Kooperation zwischen der WIN und IUNCTUS, dem Kompetenzzentrum für Christliche Spiritualität der PTH Münster hatte diesmal zum Thema - „Geld oder Liebe? – Was Nachwuchs sucht und bindet“.

WIN Vorstand Andreas Schulte-Werning begrüßte dazu den Kapuzinerpater und Priesterausbilder Harald Weber, und Prof. Dr. Olaf Arlinghaus von der FH Münster als Referenten sowie ca. 50 Unternehmer und Studierende aus dem Raum Münster. „Den eigenen Weg muss man suchen“, lautete die Aufforderung und gleichzeitige Herausforderung von Pater Harald, der dabei persönliche und Erfahrungen als Ausbilder und geistlicher Begleiter vorstellte. „Dazu ist es wichtig, seine eigene Identität kennenzulernen und diese zu internalisieren. Als Mensch muss ich innerlich überzeugt sein und darf mich nicht nur an äußeren Dingen festmachen. Erst mit meinem reflektierten Fundament kann ich herausfinden, ob eine Gemeinschaft oder ein Unternehmen zu mir passt“, stellte der Kapuziner den Zusammenhang zwischen persönlicher Suche und gemeinschaftlicher Bindung dar.

Zu dieser persönlichen Suche gehörten Veränderungen, nahm Prof. Arlinghaus den Ball auf und berichtete über seine Erfahrungen als Professor für Allg. BWL. Arlinghaus nahm sich und die Unternehmer selbst in die Pflicht. „Welchen Beitrag können wir als Unternehmer leisten, junge Menschen in ihrer Entwicklung zu unterstützen?“ Zentral seien unter anderem eine erhöhte Aufmerksamkeit und Wertschätzung gegenüber dem Nachwuchs. Als Ausbilder müsse man authentisch sein und Verantwortung übernehmen. „Ethik und Moral tauchen in der Regel in den BWL-Studiengängen nicht auf. Doch schon im Studium müssen Fragen wie – Wo liegt meine persönliche Grenze für Korruption?- thematisiert werden“ stellt Arlinghaus fest. „Erst so können wir eine Balance schaffen, in der es nicht um Geld oder Liebe, sondern um Geld und Liebe geht“, fokussierte der Professor der FH Münster.

Im Anschluss an die Vorträge hatten die Teilnehmer in Diskussionen in Kleingruppen Gelegenheit über das gehörte zu reflektieren und den Experten Fragen zu stellen. Abschließend wurden die Klostergespräche mit einem gemeinsamen Ausklang bei Getränken und Currywurst im Kapuzinersaal des Klosters beendet.

WIN zu Besuch bei der Medizinischen Fakultät der WWU

 

Am 12. September 2016 waren Mitglieder der WIN der Einladung zum Science Day ins LWL-Museum für Kunst und Kultur gefolgt. An diesem Abend hat die medizinische Fakultät präsentiert, wie sie es schafft Forschung, Lehre und Patientenversorgung nebeneinander zu betreiben und voneinander profitieren zu lassen:

www.wn.de/Muenster/2016/09/2531235-Science-Day-im-LWL-Museum-Muenster-ist-ein-idealer-Standort

Katharina Neuroth ist neue Vorsitzende der WIN

Der neue Vorstand (v.l.): Andreas Schulte-Werning, Christoph Höynck, Thorsten Kubitza, Katharina Neuroth, Wieland Pieper und Franz Gemmeke (Foto: Oliver Werner)

Die Wirtschaftsinitiative Münster (WIN) hat anlässlich ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung turnusgemäß einen neuen Vorstand gewählt. Michael von Bartenwerffer, langjähriger Vorsitzender, trat nicht für eine weitere Wahlperiode an. Zu seiner Nachfolgerin wurde Rechtsanwältin Katharina Neuroth gewählt – damit tritt erstmals seit Bestehen der Initiative eine Frau an die Spitze. Wiedergewählt wurden als stell-vertretender Vorsitzender Christoph Höynck sowie Franz Gemmeke, Geschäftsführer als Schriftführer. Als Nachfolger des ebenfalls nicht erneut kandidierenden Schatzmeisters Reinhard Schlottbom wurde Wieland Pieper, ehemaliger Geschäftsführer der IHK, bestimmt. Zudem bestätigte die Versammlung den langjährigen Beisitzer Andreas Schulte-Werning und wählte als weiteren Beisitzer Thorsten Kubitza, geschäftsführender Gesellschafter der Firma ExKern.

Mit diesem neuen Vorstandsteam sieht sich WIN auch künftig gut gewappnet, um mit vielfältigen Aktivitäten für bestmögliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen in Münster einzutreten – und dabei gelegentlich auch unbequeme Botschaften zu verkünden. Eine starke Wirtschaft und erfolgreich arbeitende Unternehmen sind Voraussetzung für eine weitere gedeihliche Stadtentwicklung – zumal Münster vergleichsweise überdurchschnittlich abhängig ist vom Aufkommen der Unternehmenssteuern. Die wachsende Stadt und damit die Frage nach ihrer Gestaltung und Struktur sowie ihrer Finanzierung wird daher weiterhin ein Schwerpunktthema der Arbeit von WIN sein.

WIN-Forum: Hidden Champions – Die MINT-Berufe als Zukunftschance

v.l.n.r.: Frank Tischner, Michael von Bartenwerffer (WIN), Lars Baumgürtel, Patricia Ossenkamp, Armin Skladny, Oberbürgermeister Markus Lewe, Bernd Kemper (VMM).
Info-Truck der Metall- und Elektroindustrie

Die Zukunftschancen in technischen Berufen standen beim diesjährigen WIN-Forum im Mittelpunkt. gemeinsam mit dem Verband Münsterländischer Metallindustrieller (VMM) hatte WIN referenten geladen, die das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten:
Armin Skladny vom Institut der Deutschen Wirtschaft (DIW), Köln
Lars Baumgürtel, Geschäftsführender Gesellschafter, Voigt & Schweitzer, Gelsenkirchen
Dorothee Feller, Regierungsvizepräsidentin, Bezirksregierung Münster
Frank Tischner, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf

Frank Tischner brachte es auf den Punkt: "Wenn der Sohn eines HNO-Arztes den Beruf des Hörgeräteakustikers erlernt und später einen eigenen Betrieb mit zehn Mitarbeitern leitet, dann ist dies laut einer OECD-Studie ein gesellschaftlicher Abstieg", machte er deutlich, welches Etikett einer beruflichen Ausbildung heute immernnoch angeheftet wird. Dass sich jenseits einer akademischen Laufbahn viele Karrierechancen böten, werde völlig ignoriert.
60 Prozent der Schulabgänger streben heute auf die Hochschulen. 30 Prozent der Bachelor-Studenten brechen das Studium ab. Das DIW in Köln trommelt schon seit Jahren lauf für die MINT-Berufe, unter anderem mit High-Tech-Trucks, von denen einer bei der Veranstaltung zu sehen war. Laut DIW hat sich zumindest im Münsterland die Zahl der MINT-Beschäftigten in den vergangenen Jahren signifikant erhöht. Bundesweit üben 6,6 Millionen Beschäftigte einen Beruf aus, der mit Mathematik, Informatik, Technik oder Naturwissenschaft zu tun hat.
Dass man mit Ideenreichtum dem Trend zur Hochschule wirkungsvoll gebegnen kann, zeigte Lars Baumgürtel. Das Unternehmen (2.000 Mitarbeiter) hat ein Ausbildungsmodell mit pfiffiger Recuiting-Kampagne entwickelt. Mit "Mach Dein Zinq!" schafft es der Spezialbeschichter, dass sich jedes Jahr mehrere Hundert Jugendliche bewerben.
Regierungsviezepräsidentin Dorothee Feller verwies auf Anstrengungen und Initiativen, um Kinder und Jugendliche an die MINT-Themen heranzuführern. Patricia Ossenbrink, Auszubildende beim Maschinenbauer und Drahtweber Haver & Boecker in Oelde, beschrieb ihren eigenen Weg. Der führte nach Abitur und einem Abbruch eines Studiums in die berufliche Ausbildung. Von Abstieg keine Spur. "Ich bin jetzt genau dort, wo ich immer hin wollte. Mir gefällt es sehr gut."

Impressionen

Podium v.l.n.r.: Lars Baumgürtel, Dorothee Feller, Patricia Ossenkamp, Frank Tischner, Armin Skladny

Aktivitäten des Vorstands

Die Mitglieder des WIN-Vorstands waren für Sie zum Thema Mobilität unterwegs:

Am 15. März hat Katharina Neuroth das Kolloquium Kommunales Verkehrswesen des Fachbereiches Bauingenieurwesen der FH Münster besucht:

https://www.fh-muenster.de/hochschule/aktuelles/news/index.php?newsId=280

Fotos: FH Münster/Pressestelle

Projekte

Mentorship für StartUp Unternehmer

Erfolgreich hat WIN das StartUp Unternehmen MatchInn aus Münster bis hin zum Abschluss eines Joint Venture mit der Mexikanischen Firma Kurago Biotek Deutschland GmbH betreut.

Kurago Biotek ist ein Bio-Tech-Unternehmen. Durch lebendiges Zusammenwirken  ausgewählter Nährstoffen, Probiotika und Präbiotika, können rein biologisch, Lebensmittel produziert werden, um die Herstellung natürlicher Balance zu unterstützen.  Künstliche Zusätze sind nicht notwendig.

In Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Ökotrophologie der Fachhochschule Münster wird zukünftig mit dem Kurago Biotek Reaktor gemeinsam geforscht und entwickelt.

 

https://www.matchinn.de/                                                                                         

http://kuragobiotek.com/de/wer-sind-wir/